Wanderung zum Gebenstorfer Horn

Mittwoch, 28. April 2021

So schön –  so interessant – so leicht und erst noch ganz in der Nähe!

 

In der Nacht zuvor hatte es noch geregnet, weshalb einige Mitglieder diese klassische Wanderung verpasst haben. Urs Bircher, Claire Burkhard, Trudi Vetterli, Trudy und Louis Schuppisser, Monica Varghaiyan mit Hund Foxi sowie die Wanderleiterin Jacqueline Keller entstiegen beim Forschungszentrum der ABB in Dättwil dem RVBW-Bus und nahmen den Aufstieg durch den Wald zur Baldegg unter die Füsse. Auf der Höhe am Waldrand erwarteten uns Silvia Zanini und Trudy Burkhard; sie hatten den Aussichtpunkt direkt mit Bus Nr. 5 erreicht.

Noch zeigte sich die Sonne nicht; dennoch liessen sich in der Ferne die Spitzen von Rigi, Pilatus und Titlis erkennen. Vor der Durchquerung des Müseren-Plateaus wandten wir uns der Niederstamm-Obstanlage von Meinrad Suter zu, wo sich die Apfelbäume in wunderschöner Blüte präsentierten. Angekommen bei Pt. 545 am Waldrand oberhalb des Weilers Schwabenberg, war ein Trinkhalt fällig. Hier an der Grenze zwischen Baden und Gebenstorf hat die Läuferriege Horn neben einer gepflegten Feuerstelle ein Ruhebänkli aufgestellt. Eine Gedenktafel erinnert an die ehemaligen Präsidenten und Ehrenmitglieder dieser aktiven Riege. Auch der Name unserer Wanderleiterin ist dort zu lesen. Der schmerzhafte Barfussweg wurde nur spärlich benützt, obwohl die Schmerzen sich hernach beim Weitergehen in ein Wohlgefühl verwandelten. Interessanterweise geht’s von hier aus leicht abwärts zum Gebenstorfer Horn.

Nach dem Picknick aus dem Rucksack informierte uns Jacqueline über die militärische Anlage Sperrstelle Gebenstorf. Diese wurde zu Beginn des 2. Weltkrieges in den Jahren 1939/40 errichtet. Damit sollte verhindert werden, dass der aus Norden erwartete Feind ins Reusstal und damit gegen das Reduit in der Innerschweiz vorstossen könnte. Dutzende von Objekten sind im Boden versteckt, nur der Gitterturm reicht bis zu den Baumwipfeln. Für bessere Aussicht konnte die oberste Plattform hinaufgestossen werden. Bekannt ist das Gebenstorfer Horn auch wegen der wunderbaren Aussicht auf das Wasserschloss, womit der Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat gemeint ist.

Einer bequemen Waldstrasse folgend, erreichten wir Gebenstorf, ein Ort mit 5‘500 Einwohnern. Hier wohnt unsere Wanderleiterin mit ihrem Mann Fabian, der hier  Gemeindeammann ist. Auf der Terrasse des Restaurants Frohsinn wurden wir freundlich mit Kaffee, Glacen und Bier bedient. Und unsere Jacqueline durfte von allen Lob und Dank entgegennehmen für die interessante und wohldosierte Wanderung.

Louis Schuppisser

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