Das war die Präsident:innenkonferenz 2021

Sonntag, 21. November 21

Von der verschlafenen Novemberstimmung war an der Präsident:innenkonferenz 2021 nichts zu spüren. Der Landenhof hiess am Samstagmorgen rund 40 Vereinspräsident:innen und Mitarbeitende von pro audito willkommen.

Die Präsident:innen folgen den Ausführungen

Gemeinsam fit für die Zukunft – zum Beispiel mit «Digitalen Helfern»
Das Budget für das kommende Jahr ist jeweils ein zentrales Traktandum an der Präsident:innenkonferenz, durch die der Präsident von pro audito schweiz, Georg Simmen, routiniert und auch mit viel Humor führte. Daneben gab es noch viele weitere Traktanden: Die Ankündigung des neuen Kurses «Digitale Helfer» fand viel Zustimmung, lud aber auch zu Diskussionen ein. In einer kleinen Demonstration zeigten Heike Zimmermann und Tobias Mäder den Teilnehmenden, wie automatische Spracherkennung von Menschen mit einer Schwerhörigkeit im Alltag unterstützend genutzt werden kann. Digitale Technologien wie auch die Wissenschaftlichkeit der Angebote und Dienstleistungen rücken damit mehr in den Fokus von pro audito. Jolanda Galbier informierte über die begleitende Evaluation des Online-Trainings «Lippenlesen.ch» durch die Universität Zürich. Eine Brücke zwischen Schwerhörigkeit, Wissenschaft und neuen technologischen Hilfsmitteln schlägt ebenfalls das Forschungsprojekt der ZHAW zum Thema «Automatische Spracherkennung von Deutschschweizer Mundart».

Nicht bloss innovativ, sondern auch qualitativ
Der Qualitätsmassstab der Dienstleistungen von pro audito ist sehr hoch. In keinem anderen Verband der Schweiz sammeln sich mehr Jahre an Fachwissen zum Thema Schwerhörigkeit. Claudia Bisagno und Jolanda Galbier präsentierten für die Audioagogik wie auch für die neutrale Hörberatung neue Qualitätssicherungsmassnahmen.

Gut hören oder doch lieber einmal in die Ferien?
Mit dem Ziel, die Sozialversicherungen zu entlasten, wurde vor knapp zehn Jahren das Vergütungssytem für Hörgeräte umgestellt. Aktuelle Studien zeigen, dass die Sozialversicherungen in dieser Zeit zwar entlastet wurden, den Preis dafür zahlen seither die Menschen mit einer Schwerhörigkeit. Gabi Huschke aus Basel berichtete etwa von einer Klientin, die erzählte, sie könne sich entweder Ferien oder eine passende Hörversorgung leisten, beides ginge finanziell jedoch nicht.

Klar ist, pro audito bleibt dran und setzt sich auch auf politischer Ebene für die Gleichstellung von Menschen mit einer Schwerhörigkeit ein.

Die heutigen Diskussionen festigen damit die Identität, Vision und gemeinsame Strategie aller pro audito Vereine.

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