Irena: „Ich wurde frech“

Donnerstag, 24. September 20

„Ich wurde frech. Schnitt mir die Haare kurz und färbte sie schwarz.“ So beschreibt Irena den Wandel, der sich bei ihr vollzog, kurz nachdem sie die Hörgeräte erhielt. Irena ist es ein Anliegen, dass die Menschen mit Schwerhörigkeit sichtbar werden und für ­sich einstehen. Daher engagiert sie sich auch seit rund 30 Jahren bei pro audito – sie ist eine der prägenden Persönlichkeiten des Vereins.

Als Irena 20 war, machte sie den ersten Hörtest. Damals arbeitete sie bei einem Unternehmen, bei dem die SUVA routinemässig Hörtests vornahm. Die Diagnose: Innenohrschwerhörigkeit. Das Unvorstellbare: Beide ORL-Ärzte, die sie damals konsultierte, sagten ihr, dass Hörgeräte nichts nützen würden. Mit 40 hörte und verstand Irena schiesslich so wenig, dass sie noch einmal einen Versuch machte und eine Ohrenärztin aufsuchte. Diese war entsetzt, dass sie so lange unversorgt geblieben war. Und so kam Irena endlich zu Hörgeräten. Heute trägt Irena zwei Cochlea-Implantate, da sich das Gehör weiter verschlechtert hatte. Das hindert sie in keiner Weise daran, grosse Projekte zu intiieren und umzusetzen. Ihr jüngstes Projekt ist der berühmte Hör- und Erlebnisweg in Altdorf.

Lesen Sie hier und im aktuellen dezibel, wie Irena ihre Schwerhörigkeit offen kommuniziert, Lippenlesen gelernt hat und sich bei pro audito schweiz seit vielen Jahren engagiert.

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