Audioagogik: Rückblick und Ausblick

Montag, 05. Oktober 20

 

Fachwissen und Erfahrung treffen sich. Das Ziel der beiden engagierten Frauen: Hohe Qualität der Audioagogik.

Es gibt sie, so lange es pro audito gibt: die Audioagogik. Der Fachbereich verantwortet die hohe Qualität der Hörtrainings mit Lippenlesen bei pro audito schweiz. Die bisherige Leiterin des Fachbereichs Audioagogik bei pro audito schweiz, Edith Egloff, und Jolanda Galbier, die ab Oktober 2020 übernehmen wird, im Gespräch.

Edith und Jolanda, wieso braucht es AudioagogInnen? Wie verändert sich ihre Rolle?

Edith: Wie sehr eine Schwerhörigkeit das Leben der Betroffenen beeinträchtigt, ist uns Normalhörenden im Alltag kaum bewusst. Trotz hochwertiger Hörhilfen und der vielen Erleichterungen durch die Digitalisierung, sind Betroffene im Alltag auf das Lippenlesen angewiesen.
Jolanda: Die Digitalisierung bringt neue Wege mit sich, wie wir Betroffene erreichen und ihnen helfen können. Aber auch die besten Online-Programme werden den persönlichen, zwischenmenschlichen Kontakt in den Kursen und die Beratungsleistung und das Wissen der AudioagogInnen nicht ersetzen können. AudioagogInnen leisten einen wichtigen, nicht wegzudenkenden Beitrag an das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Betroffenen.

Wo stehen wir im nationalen und internationalen Vergleich?

Jolanda: Wir sind im deutschsprachigen Raum sehr gut aufgestellt mit unserer Aus- und Fortbildung sowie mit unseren Möglichkeiten, diese Dienstleistungen für Menschen mit Schwerhörigkeit anzubieten – vor allem auch durch die Finanzierung durch das BSV.
Edith: In der Deutschschweiz bietet pro audito als einzige Organisation Kurse spezifisch für Erwachsene mit Schwerhörigkeit an. AudioagogInnen von pro audito können, im Gegensatz zur Westschweiz und England, auch Hörtraining unterrichten.

Lesen Sie im aktuellen dezibel, was die Audioagogik in den letzten 100 Jahren geleistet hat, und wohin die Reise gehen könnte. 

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