Organisation für Menschen mit Hörproblemen

Hörverlust nach Ursache

Störung der Schall-Leitung

Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit wird der Schall nicht mehr zum Innenohr geleitet. Mögliche Ursachen sind Störungen im Gehörgang, zum Beispiel durch einen Ceruminalpfropf (Ohrenschmalz), Entzündungen oder Missbildungen des Gehörgangs, Erkrankungen des Mittelohrs, ein chronischer Tubenkatarrh, ein geschädigtes Trommelfell oder krankhafte Veränderungen in der Gehörknöchelchenkette. Die Schallleitungsschwerhörigkeit kann in vielen Fällen medikamentös oder operativ beseitigt oder verringert werden.


Mit Schallleitungshörverlust hört man leiser und gedämpfter, aber meist richtig. Ein Hörgerät kann in diesen Fällen grössten Nutzen bringen. Betroffen ist bei dieser Art Hörverlust das Mittelohr oder der Gehörgang.

 

Störung der Schall-Empfindung

Weiter verbreitet als die Schallleitungsschwerhörigkeit ist die Schallempfindungsschwerhörigkeit oder auch Innenohrschwerhörigkeit. Sie entsteht durch eine Funktionsstörung im Innenohr. Eine häufige Ursache hierfür ist Lärm.

 

Wie stark die Hörschädigung ist, hängt von der Intensität und der Einwirkungsdauer des Lärms ab. Bei Dauereinwirkung können schon Geräusche von mehr als 85 Dezibel Schwerhörigkeit verursachen. Sehr intensiver Schall (zum Beispiel durch Düsentriebwerke oder Silvesterknaller) kann schon bei einmaliger Einwirkung zu an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit führen.

Auch Infektionen wie etwa eine Hirnhautentzündung können die Hörfähigkeit bleibend schädigen, bei Kindern vor allem Mumps, Masern, Röteln, Diphtherie und Scharlach. Gifte und bestimmte Medikamente sind ebenfalls in der Lage, das Hörorgan zu schädigen. Bei Schallempfindungshörverlust hört man verzerrt. Ein Hörgerät verbessert nur teilweise die vorhandenen Hörreste.