Organisation für Menschen mit Hörproblemen

Laut, lauter, am lautesten

Wir verbringen viele Arbeits- und Freizeitstunden in einer tendenziell geräuschvollen Umgebung. Dabei ist die Belastung des Gehörs von drei Faktoren abhängig: der Tonfrequenz, dem Schallpegel und der zeitlichen Dauer, während der wir einem Geräusch ausgesetzt sind. Während man den Schallpegel (die Lautstärke) in Dezibel (dB) angibt, wird die Tonhöhe (Schwingungszahl) in Hertz (Hz) gemessen. Je höher die Hertzzahl, desto höher die Tonfrequenz. Schwingungen von 20 bis 20'0000 Hertz nehmen wir als Töne wahr.

 

Beispiele von Lautstärken in Dezibel (dB)

Die Dezibelskala ist eine logarithmische Skala. Die Verdoppelung des Schalldrucks entspricht einer Pegelzunahme von 6 Dezibel (dB).

180 dB eine abhebende Rakete
150 dB lauteste Rockmusik
140 dB ein Düsenjet beim Starten
120 dB eine Rockband, eine Bohrmaschine
110 dB lauter Donner, Rasenmäher
90 dB Stadtverkehr, mp3-Player, Cello, Geige
80 dB ein lautes Radio, Wahlton Telefon, Kammermusik
60 dB eine normale Unterhaltung, Pianospiel
40 dB raschelnde Blätter
30 dB Geflüster
20 dB Atemgeräusche
10 dB Ticken einer Uhr
0 dB der feinste Ton, den das menschliche Ohr hören kann (Hörschwelle)

Risiko Gehörschädigung

Wer seine Ohren häufig einem hohen Geräuschpegel aussetzt, schädigt sein Gehör. Ein Schallpegel von 85 dB entspricht dem Grenzwert für Lärm am Arbeitsplatz. Können sich zwei Personen im Abstand von einem Meter nicht mehr miteinander in normaler Lautstärke unterhalten, ist der Grenzwert von 85 dB bereits überschritten. In Clubs (Diskotheken) werden Werte von 90 bis 100 dB erreicht. Die Suva hat die Lautstärke von verschiedenen MP3-Playern gemessen und festgestellt, dass eine Mehrheit der Geräte deutlich zu laut ist. Gemessen wurden Dauerschallpegel von bis zu 110 dB.

 

Hilfsmittel

Mit den Jahren entwickelt sich ein Hörverlust, der sich mit Hörgeräten oder – wenn die Ertaubung weiter fortgeschritten ist – mit Cochlea-Implantaten (CI) kompensieren lässt.

 

Gen- und Stammzellenforschung

Der Stammzellforschung ist es noch nicht gelungen, Stammzellen im Innenohr anzusiedeln, die funktionstüchtige Haarzellen entwickeln. Gleichzeitig laufen Versuche in der Genforschung, Zellen in der Cochlea (Hörschnecke) genetisch so umzuprogrammieren, dass sich diese in Haarzellen verwandeln. Bis die Forschung gentechnisch so weit ist, dürfe noch einige Zeit verstreichen.

 

Weitere Informationen

Lärmorama – Schweizer Plattform zum Thema Lärm

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