Organisation für Menschen mit Hörproblemen

CI-Operation und Hörtraining

 

Die CI-Operation dauert in der Regel zwei Stunden. Sie erfolgt unter Vollnarkose bei stationärem Aufenthalt von wenigen Tagen. Nach der Wundheilung, die rund vier Wochen dauert, wird der Prozessor zum ersten Mal aktiviert und später in regelmässigen Abständen fein eingestellt. Die Justierung wird auf die individiuelle Reaktionsschwelle abgestimmt und berücksichtigt die Belastungsfähigkeit des Hörnervs.

 

Der effektive Erfolg des Cochlea-Implantats erweist sich erst nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung an das «neue» Hören. Der Gewöhnungsprozess (Monate, Jahre) lässt sich mit einem individuellen CI-Hörtraining bei einer Audioagogin unterstützen. Zusätzlich können die Patienten ihr Verstehen mit Hörtrainings auf CD und Online-Programmen verbessern.

 

Eine Person mit Cochlea-Implantat(en) ist weiterhin hörbehindert – das ist wichtig zu wissen. Viele CI-Träger/innen erreichen aber ein freies Sprachverständnis. Manchen hilft das zusätzliche Lippenabsehen für die Kommunikation. pro audito schweiz bietet entsprechende Hörtrainings-Seminare an.

 

Kostenübernahme von CI-Implantaten

Die Kosten für eine einseitige CI-Versorgung belaufen sich auf CHF 50'000 bis CHF 60'000 inklusive der Nachbetreuung. Bei Kindern werden die gesamten Kosten von der IV übernommen. Bei Erwachsenen zahlt die IV (Suva, Militärversicherung) den Prozessor, dessen Einstellungen und eine jährliche Batteriepauschale, sofern bereits Leistungen für Hörgeräte entrichtet wurden (Besitzstandwahrung für Implantationen im AHV Alter).

 

Für Senioren, die erst im AHV-Alter implantiert werden und vorher keine Leistungen der IV bezogen haben, zahlt die AHV 75 Prozent der Kosten des Sprachprozessors. Die Kosten für die Einstellungen, die Batterien und das Hörtraining bei geschulten Fachpersonen werden in der Regel nicht übernommen. Manchmal ist die Krankenkasse bereit, über die Zusatzversicherung gewisse Kosten anteilsmässig zu übernehmen.

 

Die Voruntersuchungen, den Spitalaufenthalt sowie das Implantat bezahlt bei allen Implantationen in der Regel die Krankenkassen. Eine CI-Implantation kann erst erfolgen, wenn sämtliche Kostengutsprachen vorliegen. Die CI-Klinik unterstützt die Patienten bei den Anträgen an die Kostenträger.

 

Die Hersteller sind bestrebt, neue Prozessoren auch an Implantate der früheren Implantat-Generationen anzupassen, damit auch diese CI-Träger in den Genuss technischer Neuerungen kommen. In der Regel haben CI-Träger/innen alle sechs Jahre Anrecht auf einen neuen Prozessor. Ältere Implantate sind mit neuen Prozessoren meist kompatibel.

 

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Unsere Beraterinnen bieten über neutrale-hörberatung.ch kostenfreie und unabhängige Erstberatung zu Chochlea-Implantaten.